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Bleibt Oma jetzt für immer? Belletristik Kinder

Bleibt Oma jetzt für immer?
Bleibt Oma jetzt für immer?

Von Friedbert Stohner
Belletristik Kinder

Als Klaras Oma im Keller ihres Hauses stürzt und sich einen komplizierten Fussbruch zuzieht, ahnt Familie Poneleit noch nicht, dass dieser Moment ihr Leben grundlegend verändern wird. Denn Oma zieht für die Zeit der Genesung bei ihnen ein. Zunächst scheinen es nur Kleinigkeiten zu sein, die an Oma auffallen: Sie wirkt manchmal abwesend, vergisst Dinge, reagiert ungewohnt oder es passieren kleine Missgeschicke. Doch allmählich wird der ganzen Familie bewusst: Mit Oma stimmt etwas nicht.

Nach mehreren ärztlichen Untersuchungen steht schliesslich die Diagnose fest – Demenz. Bald wird allen klar, dass Oma nicht mehr allein leben kann und länger bleiben wird als ursprünglich gedacht. Für Klara, ihren Bruder Anton und ihre Eltern beginnt ein neuer Alltag voller Herausforderungen. Oma verliert immer öfter die Orientierung, verschwindet plötzlich oder scheint ganz in sich zurückgezogen. Die Zeiten, in denen sie geistig abwesend ist, nehmen zu.

Doch gemeinsam lernt Klaras Familie, mit den Veränderungen umzugehen, Gefühle zuzulassen und offen miteinander zu sprechen. Sie führen sogar einen Familienrat ein, um regelmässig zu besprechen, wie es weitergehen kann. Trotz aller Erschwernisse gelingt es ihnen, die Oma liebevoll in den Familienalltag zu integrieren und mit der Zeit finden alle ihren eigenen Rhythmus. Doch der Gesundheitszustand der Oma verschlechtert sich weiter…

Friedbert Stohner erzählt diese Geschichte in warmherzigem Ton und auf kindgerechte Weise. Er zeigt, wie sich die Krankheit «Demenz» leise in eine Familie schleicht und alles durcheinanderwirbelt – aber auch, wie Nähe, Zusammenhalt und liebevolle Erinnerungen entstehen. Trotz der ernsten Thematik ist es kein schwermütiges Buch: Es erzählt von einer Familie, die gemeinsam berührende und heitere Momente erlebt, den Umgang mit Krankheit und Abschied lernt – und Erinnerungen schafft, die bleiben.

Stadtbibliothek Rapperswil-Jona, Gabriele Herrmann

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