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Sorda – Der Klang der Welt DVD

Sorda – Der Klang der Welt
Sorda – Der Klang der Welt

Von Eva Libertad
DVD Erwachsene, Spanisch


Sorda (aus dem Spanischen, Adjektiv: taub, gehörlos) ist ein spanischer Spielfilm aus dem Jahr 2025, der die Geschichte des jungen Paares Ángela und Héctor erzählt. Ángela wurde hörend geboren, ertaubte jedoch in jungen Jahren aus ungeklärten Gründen. Ihr Partner Héctor ist hörend. Das glückliche Paar ist in froher Erwartung. Ob das Baby hörend sein wird oder nicht, kann während der Schwangerschaft nicht festgestellt werden. Auch nach der Geburt von Tochter Ona ist noch unklar, ob sie hören kann, da oftmals Fruchtwasser im Gehörgang von Neugeborenen verbleibt. Nach einigen Monaten stellt sich heraus, dass Ona hören kann, was Ángela einerseits beruhigt, ihr aber andererseits manchmal das Gefühl gibt, keinen Zugang zu ihrer Tochter zu finden.

Der Film zeigt eindrucksvoll, wie laut die Welt eigentlich ist. Wenn Ángela Zeit mit ihren (ebenfalls gehörlosen) Freunden verbringt, finden die lebhaften Diskussionen natürlich in Gebärdensprache statt. Das zeigt uns Hörenden, wie vielfältig und ausdrucksstark Mimik und Gestik sind. Ein krasses Gegenbeispiel ist die Szene von Onas Geburt, in der alle Hebammen wild durcheinander- und auf Ángela einreden. Auch am Esstisch mit hörenden Freunden und Familienmitgliedern wird viel und laut durcheinandergesprochen, sodass Ángela oft nur teilnahmslos dabeisitzen kann. Erneut wird mir als hörende Person bewusst, wie angenehm die Stille der Gebärdensprache ist und wie viel Ausdruck in Gesten liegt – oftmals sogar mehr als in gesprochenen Worten. Gegen Ende des Films wird plötzlich der Ton ausgeschaltet und wir befinden uns ganz in Ángelas Welt der Stille. Als sie dann Hörgeräte einsetzt, wird klar, warum sie diese nicht tragen will: Geräusche werden unangenehm verstärkt, Stimmen sind trotzdem nicht zu verstehen. Miriam Garlo, die gehörlose Schauspielerin, ist die Schwester der Regisseurin Eva Libertad. Der Film «Sorda» entstand aus dem gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahr 2021.

Stadtbibliothek Rapperswil-Jona, Daniela Maag

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